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Baumesse - Das perfekte Zuhause

Baumesse - Das perfekte Zuhause

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Rheinberg. Der Andrang bei der 15. Baumesse in Rheinberg war vor allem am gestrigen Sonntag riesig. Zeitweise mussten die Zufahrtsstraßen gesperrt werden.

Zuhause ist es immer noch am schönsten – sagt der Volksmund. Tatsächlich gibt es wenig, was so wichtig ist, als sich in den eigenen vier Wänden wohl zu fühlen. Doch unterschiedliche Menschen haben verschiedene Ansprüche und Vorstellungen vom perfekten Heim. Die einen planen ihren Neubau vom ersten Stein an, die anderen möchten bloß ihre 70 Jahre alte Wohnung auf Vordermann bringen und Heizkosten sparen. Es gibt so unglaublich viele Möglichkeiten, sein Zuhause schöner, modernen, effizienter, stilvoller oder gemütlicher zu gestalten, dass es schwer ist, sich für die richtige Lösung zu entscheiden.

Hierbei kann die Baumesse in der Messe Niederrhein helfen. Am Wochenende präsentierten 270 Aussteller auf 25000 Quadratmetern alles, was der Bereich „Wohnen“ hergibt. Mit welchem Ziel auch immer die Besucher durch die Messehallen schlenderten, fündig wurden die am Ende auf jeden Fall. Es gab einfach alles, für jeden Geschmack: Innovative Toilettensitze, orkangetestete Gewächshäuser, moderne Heizsysteme, flüssige Tapeten, einbruchsichere Türen, Alarmanlagen, Garagentore, Holzpflegemittel, Duschkabinen, Gartengeräte, Werkzeuge, Solaranlagen, Whirlpools, Fernsehsessel und noch vieles, vieles mehr. Produktneuheiten, Altbekanntes und Dinge, die man niemals erwartet hätte. Rund 30000 Menschen streiften in den vergangen drei Tagen durch die Hallen der Messe, ließen sich beraten und inspirieren. Vor allem am gestrigen Sonntag war der Andrang groß, die Polizei sperrte am frühen Nachmittag sogar die Zufahrtsstraßen. „Es ist eine Fachmesse, die sich direkt an den Endverbraucher richtet“, erklärte Projektleiterin Ute Witkowski. Angefangen hatte ihr Team in Rheinberg auf einer fünf Mal kleineren Fläche, am Wochenende gab es die bereits 15. Auflage.

Aber welche Trends und Neuheiten gab es denn in diesem Jahr? „Es wird deutlich mehr Glas verbaut, das ist auf jeden Fall ein Trend“, betonte Ute Witkowski, steuerte den Stand von Manfred Weinreich an. Seine Firma hat sich auf digitalen Glasdruck spezialisiert. Mit dieser Technik kann nahezu jedes Motiv auf Glasflächen gedruckt und beispielsweise im Bad oder der Küche verbaut werden. „Wir sind aktuell die Einzigen, die es schaffen, die Glasflächen homogen auszuleuchten“, erzählte Manfred Weinreich nicht ohne stolz. Das Glas wird von den Seiten beleuchtet und dank einer speziellen Glasstruktur gleichmäßig bis in die Mitte der Scheibe geleitet.

Weniger auffällig ist dagegen die Infrarotheizung der Firma „HeatLife“. Die dünne Folie lässt sich unter dem Fußboden, in den Wänden, hinter Spiegeln und Bildern verlegen und wärmt den ganzen Raum gleichmäßig und effizient. „Dieses Heizsystem reagiert innerhalb von 15 Minuten und hat einen Wirkungsgrad von 86 Prozent“, betonte der Direktor des Produktmanagements, Sergei Bill.

Die Aussteller lobten auch in diesem Jahr die gute Resonanz, das Interesse der Besucher und die Zusammenarbeit der Aussteller untereinander. Um es auch für Familien möglichst angenehm und stressfrei zu gestalten, gab es eine Betreuung des Nachwuchses im Kinderland. „Wir arbeiten dort mit Rheinberger Kindergärtnerinnen zusammen, die mit den Kindern spielen und sie unterhalten“, verriet Ute Witkowski. So konnten sich die Eltern Zeit nehmen und sich beispielsweise genauer der „Solatube“ widmen. Dieses Lichtsystem der Firma „Interferenz“ leitet das Tageslicht durch eine Röhre vom Dach ins Haus und erhellt auf diese Weise ganze Räume komplett ohne Elektrizität.

Auch die Niederländer Anton und Ineke Godfroij besuchten die Messe, um sich vor der Renovierung ihres 60 Jahre alten Hauses, von neuen Techniken inspirieren zu lassen. „In Deutschland wird ganz anders gebaut“, stellte Anton Godfroij fest. „Die Unternehmer hier sind sehr offen und engagiert, dass gefällt mir.“

Keine Frage, ein Besuch der Baumesse war auch in diesem Jahr informativ. Und Hunger musste man auch nach vielen Stunden nicht fürchten, da sowohl drinnen, als auch am Eingang Essensstände aufgebaut waren. So stand einem entspannten Wochenendausflug nichts im Wege.

Quelle: NRZ, Lukas Hübinger | Foto: Lukas Hübinger